praxiserfolg

Die Unternehmensberatung

Allgemeine Geschäftsbedingungen

gemäß Empfehlung der Fachgruppe Unter­neh­mens­be­rater der WKO, Stand März 2006

1. Allge­meine Grund­lagen / Geltungs­be­reich

1.1. Für sämtliche Rechts­ge­schäfte zwischen dem Auftrag­geber und dem Auftrag­nehmer (praxis­erfolg OG in Folge praxis­erfolg) gelten ausschließlich diese Allge­meinen Geschäfts­be­din­gungen. Maßgeblich ist jeweils die zum Zeitpunkt des Vertrags­ab­schlusses gültige Fassung.

1.2. Diese Allge­meinen Geschäfts­be­din­gungen gelten auch für alle künftigen Vertrags­be­zie­hungen, somit auch dann, wenn bei Zusatz­ver­trägen darauf nicht ausdrücklich hinge­wiesen wird.

1.3. Entge­gen­ste­hende Allge­meine Geschäfts­be­din­gungen des Auftrag­gebers sind ungültig, es sei denn, diese werden von praxis­erfolg ausdrücklich schriftlich anerkannt.

1.4. Für den Fall, dass einzelne Bestim­mungen dieser Allge­meinen Geschäfts­be­din­gungen unwirksam sein und/oder werden sollten, berührt dies die Wirksamkeit der verblei­benden Bestim­mungen und der unter ihrer Zugrun­de­legung geschlos­senen Verträge nicht. Die unwirksame ist durch eine wirksame Bestimmung, die ihr dem Sinn und wirtschaft­lichen Zweck nach am nächsten kommt, zu ersetzen.

 

2. Umfang des Beratungs­auf­trages / Stell­ver­tretung

2.1. Der Umfang eines konkreten Beratungs­auf­trages wird im Einzelfall vertraglich vereinbart.

2.2. praxis­erfolg ist berechtigt, die ihm oblie­genden Aufgaben ganz oder teilweise durch Dritte erbringen zu lassen. Die Bezahlung des Dritten erfolgt ausschließlich durch praxis­erfolg selbst. Es entsteht kein wie immer geartetes direktes Vertrags­ver­hältnis zwischen dem Dritten und dem Auftrag­geber.

2.3. Der Auftrag­geber verpflichtet sich, während sowie bis zum Ablauf von drei Jahren nach Beendigung dieses Vertrags­ver­hält­nisses keine wie immer geartete Geschäfts­be­ziehung zu Personen oder Gesell­schaften einzu­gehen, deren sich praxis­erfolg zur Erfüllung seiner vertrag­lichen Pflichten bedient. Der Auftrag­geber wird diese Personen und Gesell­schaften insbe­sondere nicht mit solchen oder ähnlichen Beratungs­leis­tungen beauf­tragen, die auch praxis­erfolg anbietet.

 

3. Aufklä­rungs­pflicht des Auftrag­gebers / Vollstän­dig­keits­er­klärung

3.1. Der Auftrag­geber sorgt dafür, dass die organi­sa­to­ri­schen Rahmen­be­din­gungen bei Erfüllung des Beratungs­auf­trages an seinem Geschäftssitz ein möglichst ungestörtes, dem raschen Fortgang des Beratungs­pro­zesses förder­liches Arbeiten erlauben.

3.2. Der Auftrag­geber wird praxis­erfolg auch über vorher durch­ge­führte und/oder laufende Beratungen – auch auf anderen Fachge­bieten – umfassend infor­mieren.

3.3. Der Auftrag­geber sorgt dafür, dass praxis­erfolg auch ohne dessen besondere Auffor­derung alle für die Erfüllung und Ausführung des Beratungs­auf­trages notwen­digen Unter­lagen zeitge­recht vorgelegt werden und ihm von allen Vorgängen und Umständen Kenntnis gegeben wird, die für die Ausführung des Beratungs­auf­trages von Bedeutung sind. Dies gilt auch für alle Unter­lagen, Vorgänge und Umstände, die erst während der Tätigkeit des Beraters bekannt werden.

3.4. Der Auftrag­geber sorgt dafür, dass seine Mitar­beiter und die gesetzlich vorge­sehene und gegebe­nen­falls einge­richtete Arbeit­neh­mer­ver­tretung (Betriebsrat) bereits vor Beginn der Tätigkeit von praxis­erfolg von dieser infor­miert werden.

 

4. Sicherung der Unabhän­gigkeit

4.1. Die Vertrags­partner verpflichten sich zur gegen­sei­tigen Loyalität.

4.2. Die Vertrags­partner verpflichten sich gegen­seitig, alle Vorkeh­rungen zu treffen, die geeignet sind, die Gefährdung der Unabhän­gigkeit der beauf­tragten Dritten und Mitar­beiter von praxis­erfolg zu verhindern. Dies gilt insbe­sondere für Angebote des Auftrag­gebers auf Anstellung bzw. der Übernahme von Aufträgen auf eigene Rechnung.

 

5. Bericht­erstattung / Berichts­pflicht

5.1. praxis­erfolg verpflichtet sich, über seine Arbeit, die seiner Mitar­beiter und gegebe­nen­falls auch die beauf­tragter Dritter dem Arbeits­fort­schritt entspre­chend dem Auftrag­geber Bericht zu erstatten.

5.2. Den Schluss­be­richt erhält der Auftrag­geber in angemes­sener Zeit, d.h. zwei bis vier Wochen, je nach Art des Beratungs­auf­trages nach Abschluss des Auftrages.

5.3. praxis­erfolg ist bei der Herstellung des verein­barten Werkes weisungsfrei, handelt nach eigenem Gutdünken und in eigener Verant­wortung. Er ist an keinen bestimmten Arbeitsort und keine bestimmte Arbeitszeit gebunden.

 

6. Schutz des geistigen Eigentums

6.1. Die Urheber­rechte an den von praxis­erfolg und seinen Mitar­beitern und beauf­tragten Dritten geschaf­fenen Werke (insbe­sondere Anbote, Berichte, Analysen, Gutachten, Organi­sa­ti­ons­pläne, Programme, Leistungs­be­schrei­bungen, Entwürfe, Berech­nungen, Zeich­nungen, Daten­träger etc.) verbleiben bei praxis­erfolg. Sie dürfen vom Auftrag­geber während und nach Beendigung des Vertrags­ver­hält­nisses ausschließlich für vom Vertrag umfasste Zwecke verwendet werden. Der Auftrag­geber ist insofern nicht berechtigt, das Werk (die Werke) ohne ausdrück­liche Zustimmung von praxis­erfolg zu verviel­fäl­tigen und/oder zu verbreiten. Keines­falls entsteht durch eine unberech­tigte Vervielfältigung/Verbreitung des Werkes eine Haftung durch praxis­erfolg – insbe­sondere etwa für die Richtigkeit des Werkes – gegenüber Dritten.

6.2. Der Verstoß des Auftrag­gebers gegen diese Bestim­mungen berechtigt praxis­erfolg zur sofor­tigen vorzei­tigen Beendigung des Vertrags­ver­hält­nisses und zur Geltend­ma­chung anderer gesetz­licher Ansprüche, insbe­sondere auf Unter­lassung und/oder Schaden­ersatz.

 

7. Gewähr­leistung

7.1. praxis­erfolg ist ohne Rücksicht auf ein Verschulden berechtigt und verpflichtet, bekannt werdende Unrich­tig­keiten und Mängel an seiner Leistung zu beheben. Er wird den Auftrag­geber hievon unver­züglich in Kenntnis setzen.

7.2. Dieser Anspruch des Auftrag­gebers erlischt nach sechs Monaten nach Erbringen der jewei­ligen Leistung.

 

8. Haftung / Schaden­ersatz

8.1. praxis­erfolg haftet dem Auftrag­geber für Schäden – ausge­nommen für Perso­nen­schäden - nur im Falle groben Verschuldens (Vorsatz oder grobe Fahrläs­sigkeit). Dies gilt sinngemäß auch für Schäden, die auf vom Auftrag­nehmer beige­zogene Dritte zurück­gehen.

8.2. Schaden­er­satz­an­sprüche des Aufrag­gebers können nur innerhalb von sechs Monaten ab Kenntnis von Schaden und Schädiger, spätestens aber innerhalb von drei Jahren nach dem anspruchs­be­grün­denden Ereignis gerichtlich geltend gemacht werden.

8.3. Der Auftrag­geber hat jeweils den Beweis zu erbringen, dass der Schaden auf ein Verschulden von praxis­erfolg zurück­zu­führen ist.

8.4. Sofern praxis­erfolg das Werk unter Zuhil­fe­nahme Dritter erbringt und in diesem Zusam­menhang Gewähr­leis­tungs- und/oder Haftungs­an­sprüche gegenüber diesen Dritten entstehen, tritt praxis­erfolg diese Ansprüche an den Auftrag­geber ab. Der Auftrag­geber wird sich in diesem Fall vorrangig an diese Dritten halten.

 

9. Geheim­haltung / Daten­schutz

9.1. praxis­erfolg verpflichtet sich zu unbedingtem Still­schweigen über alle ihm zur Kenntnis gelan­genden geschäft­lichen Angele­gen­heiten, insbe­sondere Geschäfts- und Betriebs­ge­heim­nisse sowie jedwede Infor­mation, die er über Art, Betriebs­umfang und praktische Tätigkeit des Auftrag­gebers erhält.

9.2. Weiters verpflichtet sich praxis­erfolg, über den gesamten Inhalt des Werkes sowie sämtliche Infor­ma­tionen und Umstände, die ihm im Zusam­menhang mit der Erstellung des Werkes zugegangen sind, insbe­sondere auch über die Daten von Klienten des Auftrag­gebers, Dritten gegenüber Still­schweigen zu bewahren.

9.3. praxis­erfolg ist von der Schwei­ge­pflicht gegenüber allfäl­ligen Gehilfen und Stell­ver­tretern, denen er sich bedient, entbunden. Er hat die Schwei­ge­pflicht aber auf diese vollständig zu überbinden und haftet für deren Verstoß gegen die Verschwie­gen­heits­ver­pflichtung wie für einen eigenen Verstoß.

9.4. Die Schwei­ge­pflicht reicht unbegrenzt auch über das Ende dieses Vertrags­ver­hält­nisses hinaus.

9.5. praxis­erfolg ist berechtigt, ihm anver­traute perso­nen­be­zogene Daten im Rahmen der Zweck­be­stimmung des Vertrags­ver­hält­nisses zu verar­beiten. Der Auftrag­geber leistet dem Auftrag­nehmer Gewähr, dass hiefür sämtliche erfor­der­lichen Maßnahmen insbe­sondere jene im Sinne des Daten­schutz­ge­setzes, wie etwa Zustim­mungs­er­klä­rungen der Betrof­fenen, getroffen worden sind.

 

10. Honorar

10.1.  Nach Vollendung des verein­barten Werkes erhält praxis­erfolg ein Honorar gemäß der Verein­barung zwischen dem Auftrag­geber und praxis­erfolg. Praxis­erfolg ist berechtigt, dem Arbeits­fort­schritt entspre­chend Zwischen­ab­rech­nungen zu legen und dem jewei­ligen Fortschritt entspre­chende Akonti zu verlangen. Das Honorar ist jeweils mit Rechnungs­legung durch den Auftrag­nehmer fällig.

10.2. praxis­erfolg wird jeweils eine zum Vorsteu­er­abzug berech­ti­gende Rechnung mit allen gesetzlich erfor­der­lichen Merkmalen ausstellen.

10.3. Anfal­lende Baraus­lagen, Spesen, Reise­kosten, etc. sind gegen Rechnungs­legung von praxis­erfolg vom Auftrag­geber zusätzlich zu ersetzen.

10.4. Unter­bleibt die Ausführung des verein­barten Werkes aus Gründen, die auf Seiten des Auftrag­gebers liegen, oder aufgrund einer berech­tigten vorzei­tigen Beendigung des Vertrags­ver­hält­nisses durch praxis­erfolg, so behält praxis­erfolg den Anspruch auf Zahlung des gesamten verein­barten Honorars abzüglich ersparter Aufwen­dungen. Im Falle der Verein­barung eines Stunden­ho­norars ist das Honorar für jene Stunden­anzahl, die für das gesamte verein­barte Werk zu erwarten gewesen ist, abzüglich der ersparten Aufwen­dungen zu leisten. Die ersparten Aufwen­dungen sind mit 30 Prozent des Honorars für jene Leistungen, die praxis­erfolg bis zum Tage der Beendigung des Vertrags­ver­hält­nisses noch nicht erbracht hat, pauscha­liert vereinbart.

10.5. Im Falle der Nicht­zahlung von Zwischen­ab­rech­nungen ist praxis­erfolg von seiner Verpflichtung, weitere Leistungen zu erbringen, befreit. Die Geltend­ma­chung weiterer aus der Nicht­zahlung resul­tie­render Ansprüche wird dadurch aber nicht berührt.

 

11. Elektro­nische Rechnungs­legung

11.1. praxis­erfolg ist berechtigt, dem Auftrag­geber Rechnungen auch in elektro­ni­scher Form zu übermitteln. Der Auftrag­geber erklärt sich mit der Zusendung von Rechnungen in elektro­ni­scher Form durch den praxis­erfolg ausdrücklich einver­standen.

 

12. Dauer des Vertrages

12.1. Dieser Vertrag endet grund­sätzlich mit dem Abschluss des Projekts.

12.2. Der Vertrag kann dessen ungeachtet jederzeit aus wichtigen Gründen von jeder Seite ohne Einhaltung einer Kündi­gungs­frist gelöst werden. Als wichtiger Grund ist insbe­sondere anzusehen,

- wenn ein Vertrags­partner wesent­liche Vertrags­ver­pflich­tungen verletzt oder

- wenn über einen Vertrags­partner ein Insol­venz­ver­fahren eröffnet oder der Konkurs­antrag mangels kosten­de­ckenden Vermögens abgewiesen wird.

 

13. Schluss­be­stim­mungen

13.1. Die Vertrags­par­teien bestä­tigen, alle Angaben im Vertrag gewis­senhaft und wahrheits­getreu gemacht zu haben und verpflichten sich, allfällige Änderungen wechsel­seitig umgehend bekannt zu geben.

13.2.  Änderungen des Vertrages und dieser AGB bedürfen der Schriftform; ebenso ein Abgehen von diesem Former­for­dernis. Mündliche Neben­ab­reden bestehen nicht.

13.3. Auf diesen Vertrag ist materi­elles öster­rei­chi­sches Recht unter Ausschluss der Verwei­sungs­normen des inter­na­tio­nalen Privat­rechts anwendbar. Erfül­lungsort ist der Ort der beruf­lichen Nieder­lassung von praxis­erfolg. Für Strei­tig­keiten ist das Gericht am Unter­neh­mensort von praxis­erfolg zuständig.